Stadtmarketing und regionale Zusammenarbeit
Zwischen Konkurrenz und Kooperation. Am Fallbeispiel Bergisches Städtedreieck.




Zum Thema

Konkurrenz und Kooperation sind zwei Schlagworte, die sich unvereinbar gegenüberstehen.
Wer untereinander konkurriert, kann nicht zugleich kooperieren – oder vielleicht doch?

Die Themen Konkurrenz und Kooperation gewinnen in der Planung immer mehr Bedeutung. Auf Grund eines verschärften Wettbewerbs um Investoren und Einwohner entstehen zwischen Städten und Regionen Konkurrenzen. Durch die Übertragung wirtschaftlicher Instrumente, wie z.B. des Marketings, soll das Handeln der lokalen und regionalen Akteure zielgerichteter und effektiver gestaltet werden.

Vor diesem Hintergrund betreiben rund 70 Prozent der deutschen Städte Stadtmarketing (vgl. Datko 2006:83) und verfolgen damit das Ziel, ihre Kommune als Wirtschafts- und Lebensraum für Investoren und potenzielle Einwohner attraktiver zu gestalten. Das lokale Engagement reicht von Konzepten zur Ausgestaltung der Fußgängerzonen über die professionelle Vermarktung des Wirtschaftsstandortes bis hin zu massiven Imagekampagnen. Dabei werden andere Städte als Konkurrenten gesehen, denen gegenüber sich die eigene Stadt behaupten muss.

Zeitgleich haben sich seit Mitte der neunziger Jahre eine Vielzahl kooperativer Instrumente und Verfahren auf regionaler Ebene entwickelt. Die Städte einer Region schließen sich zusammen, um überregional verstärkt wahrgenommen zu werden und ihre Interessen und Leistungen zu bündeln. So sind z.B. Regionale Entwicklungskonzepte, Städtenetze, Regionalmarketing und Regionalmanagement Ausdruck eines intensivierten Dialogs zwischen den lokalen Akteuren.

Es entsteht die paradoxe Situation, dass Städte sich einerseits durch Stadtmarketing als Wirtschafts- und Wohnstandort profilieren und andererseits miteinander kooperieren, um auf nationaler und internationaler Ebene konkurrenzfähig bleiben zu können. Innerhalb von Regionen gibt es ein Nebeneinander von Konkurrenzverhalten und Kooperationsbereitschaft. Dieses Paradoxon bildet ein interessantes Forschungsfeld, das in dieser Arbeit anhand der Gegenüberstellung von Stadtmarketing und Instrumenten regionaler Zusammenarbeit am Fallbeispiel Bergisches Städtedreieck untersucht worden ist.

Diplomarbeit
Universität Dortmund - Fakultät Raumplanung
20. Januar 2007

Verfasser:
Matthias Drop
©    

 

Gutachterinnen:
Univ.Prof`in Dr.-Ing. Sabine Baumgart - Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung
Univ.Prof`in Dipl.Ing. Christa Reicher - Fachgebiet Städtebau und Bauleitplanung


 



Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung - Zwischen Konkurrenz und Kooperation
1.1. Problemstellung und Forschungsfragen
1.2. Ziel und Thesen
1.3. Struktur der Arbeit
1.4. Methodik
1.4.1. Auswahl des Fallbeispieles
1.4.2. Literatur- und Internetrecherche
1.4.3. Experteninterviews


Teil A - Theorie


2. Kooperativ konkurrieren
2.1. Konkurrenz und Wettbewerb
2.2. Kooperation und Koordination
2.3. Coopetition

3. Stadtmarketing – Kommunen stärken

3.1. Einordnung von Stadtmarketing
3.2. Begriff und Definition
3.2.1. Umfassendes Stadtmarketing
3.3. Ziele und Aufgaben
3.4. Der Stadtmarketingprozess
3.4.1. Moderation und Kommunikation
3.4.2. Situationsanalyse
3.4.3. Ziel- und Leitbildfindung
3.4.4. Formulierung der Strategie
3.4.5. Erfolgskontrolle
3.5. Umsetzung des Stadtmarketings
3.5.1. Institutionalisierung
3.5.2. Finanzierung
3.5.3. Citymarketing und Events
3.5.4. Standortmarketing
3.5.5. Tourismusmarketing
3.6. Exkurs Corporate Identity

4. Regionale Zusammenarbeit – Konkurrenzen überwinden

4.1. Einordnung regionaler Kooperation
4.2. Städtenetze – interkommunale Kooperation
4.2.1. Begriff und Definition
4.2.2. Ziele und Aufgaben
4.2.3. Umsetzung
4.3. REK - Regionale Entwicklungskonzepte
4.3.1. Begriff und Definition
4.3.2. Ziele und Aufgaben
4.3.3. Umsetzung
4.4. Regionalmanagement – regionale Koordination
4.4.1. Begriff und Definition
4.4.2. Ziele und Aufgaben
4.4.3. Umsetzung
4.5. Regionalmarketing – regionale Positionierung
4.5.1. Begriff und Definition
4.5.2. Ziele und Aufgaben
4.5.3. Umsetzung

5. Zwischenfazit I – Synergien und Potenziale von Stadtmarketing und
regionaler Zusammenarbeit


Teil B - Analyse


6. Das Bergische Städtedreieck

6.1. Einordnung der Region
6.2. Rahmenbedingungen – von lokal bis global
6.3. Die drei Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal

7. Stadtmarketing im Bergischen Städtedreieck

7.1. Stadtmarketing in Remscheid
7.1.1. Ziele und Aufgaben
7.1.2. Umsetzung
7.2. Stadtmarketing in Solingen
7.2.1. Ziele und Aufgaben
7.2.2. Umsetzung
7.3. Stadtmarketing in Wuppertal
7.3.1. Ziele und Aufgaben
7.3.2. Umsetzung
7.4. Exkurs Stadtmarketing Forum Ruhr (SMFR)
7.4.1. Ziele und Aufgaben
7.4.2. Umsetzung

8. Regionale Zusammenarbeit im Bergischen Städtedreieck

8.1. Regionales Entwicklungskonzept Werkstattregion Europas im Grünen
8.1.1. Ziele und Aufgaben
8.1.2. Umsetzung
8.2. Regionalbüro Bergisches Städtedreieck
8.2.1. Ziele und Aufgaben
8.2.2. Umsetzung
8.3. Regionale 2006 Agentur GmbH
8.3.1. Ziele und Aufgaben
8.3.2. Umsetzung
8.4. Projektkonsortium kompetenzhoch3
8.4.1. Ziele und Aufgaben
8.4.2. Umsetzung
8.5. Bergisches Land Tourismus Marketing e.V.

9. Akteure zwischen Konkurrenz und Kooperation im Bergischen Städtedreieck

10. Zwischenfazit II – Schnittstellen von Stadtmarketing und regionaler Zusammenarbeit im Bergischen Städtedreieck


Teil C: Konzept


11. Handlungsempfehlungen zur Nutzung von Synergien und Potenzialen
des Stadtmarketings und der regionalen Zusammenarbeit im
Bergischen Städtedreieck


11.1. Stadtmarketing für eine starke Region
11.1.1. Strategisches Stadtmarketingkonzept umsetzen
11.1.2. Individuelle Leistungsmerkmale profilieren

11.2. Austausch zwischen Stadtmarketingakteuren zur Nutzung interkommunaler Potenziale
11.2.1. Konzeptionell vorgehen
11.2.2. Gemeinsame Verhandlungspositionen schaffen
11.2.3. Erfahrungen austauschen
11.2.4. Events abstimmen

11.3. Regionalmanagement - Kräfte bündeln
11.3.1. Regionales Gesamtkonzept erstellen
11.3.2. Zentrale Institution schaffen
11.3.3. Zielgerichtetes Regionalmarketing entwickeln
11.3.4. Regionale Corporate Identity anwenden
11.3.5. Lokale Akteursnetzwerke nutzen
11.3.6. Projekte regional koordinieren

12. Fazit – Eine Balance zwischen Konkurrenz und Kooperation

 


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